Referat:
Ärztlicher Dienst

Startseite

Pocken und Pockenimpfung

Brandverletzte

Pockenschutzimpfung

Empfehlung Stand 11.2.03

- Bei Angehörigen der US Armee/Großbritannien oder Personen, die vor kurzem aus Amerika eingereist sind sollte ausdrücklich nach dem Pockenimpfstatus gefragt werden.

- ACHTUNG:
Soldaten - insbesondere solche mit Verdacht auf Impfreaktionen oder Nebenwirkung nach erfolgter Pockenimpfung - sollen grundsätzlich in eigenen Militäreinrichtungen betreut werden. 
Die Soldaten sollen entsprechende Rufnummern bei sich tragen. Bitte diese sofort verständigen.

- Bei gesundheitlichen Problemen, insbesondere bei lebensbedrohlichen Erkrankungen müssen die Patienten jedoch in Krankenhäusern versorgt werden. Das Personal hiesiger Krankenhäuser soll daher über die Übertragungswege des Impfvirus aufgeklärt werden.

Verhaltensempfehlung für Geimpfte

- Die Impfstelle bis zum Abfallen der Pustel nicht berühren. 

- Die Impfstelle sollte bis zum Eintrocknen mit einer Mullgaze und einem darüber liegenden T-Shirt oder Ähnlichem abgedeckt bleiben. Zusätzlich sollte ein Abdecken mit einer hautfreundlichen Folie insbesondere bei Arbeitsbedingungen mit körperlichem Kontakt zu anderen Personen erfolgen.

- Die Impfstelle bis zum Austrocknen nicht waschen. Deshalb in dieser Zeit (ca. 14 Tage) kein Schwimmbad- oder Saunabesuch. 

- Auch bei engem Kontakt muss die Impfstelle abgedeckt bleiben, da das Impfvirus durch direkten Kontakt (Berührung der Impfstelle) auf Ungeimpfte übertragen werden kann. Geht das Impfvirus an, kann es zu einer Impfreaktion an ungewünschter Stelle kommen (Auge, Genitalien). Besonders gefährdet sind Personen mit einer Kontraindikation gegen die Impfung, da es bei diesem Personenkreis auch zu den schwerwiegenderen Folgen der Impfung kommen kann.

- Nach Berührung der Impfstelle, sofort die Hände waschen.
Auch Kleidung und Gegenstände (z.B. Seife, Handtücher), die mit der Impfstelle oder dem Waschvorgang in Berührung kamen, können infektiös sein und müssen gewaschen werden.

Empfehlung für Krankenhäuser

- Die Impfstelle darf bis zum Abfallen der Pustel nicht berührt werden. Die Impfstelle bis zum Austrocknen nicht waschen. Die Impfstelle soll abgedeckt sein. Handschuhe bei Verbandwechsel.

- Nach versehendlicher Berührung der Impfstelle, sofort die Hände waschen.

- Kleidung und Gegenstände (z.B. Lappen, Handtücher), die mit der Impfstelle in Berührung kamen, können infektiös sein und müssen entsprechend gelagert und transportiert werden. Zur Dekontamination genügt gesondertes Waschen.

- Zur Desinfektion patientennaher Flächen ist eine Scheuer Wisch Desinfektion ausreichend.

- Bei Patienten mit möglichen Impfkomplikationen (Ekzema vaccinatum, Vaccinia generalisata, postvaccinale Encephalitis) sollte eine Einzelunterbringung erfolgen. Zur Betreuung sollen möglichst keine schwangeren Frauen oder Personen mit anderen Kontraindikationen gegen den Impfstoff (z.B. Hauterkrankungen) eingesetzt werden.

- Krankentransporte bei Impfkomplikationen erfolgen als normale Infektionstransporte mit anschließender Scheuer Wisch Desinfektion