Bundesweit erster Unterstützungsfonds für Feuerwehrangehörige auch für Alters- und Ehrenabteilung

Rheinland-Pfalz. Eine Versorgungslücke für die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren in Rheinland-Pfalz wurde bereits in 2014 geschlossen: In enger Abstimmung erarbeiteten das Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz, der Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz und die Unfallkasse Rheinland-Pfalz Richtlinien für einen Sonderfonds, die in besonderen Ausnahmesituationen Unterstützungsleistungen für Feuerwehrmitglieder gewährleisten. Diese wird nun auch auf die Alterskameraden erweitert.

nnenminister Roger Lewentz, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes (LFV) Rheinland-Pfalz Frank Hachemer und Manfred Breitbach, Geschäftsführer der Unfallkasse Rheinland-Pfalz, unterzeichneten nun die Erweiterung der Kooperationsvereinbarung für Unterstützungsleistungen. Diese Vereinbarung sieht vor, dass Feuerwehrangehörige auch bei Unfällen und Schäden, die nicht im ursächlichen Zusammenhang mit dem Feuerwehreinsatz stehen, Unterstützungsleistungen erhalten. Denn in diesem Fall können keine Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung erfolgen. Nach der Novellierung des § 9 Abs. 7 im Brand- und Katstrophenschutzgesetz können auch Angehörige der Alters- und Ehrenabteilung einer Freiwilligen Feuerwehr bei gesundheitlicher und körperlicher Eignung mit Zustimmung des Bürgermeisters an Feuerwehrtätigkeiten teilnehmen und im Einzelfall zu Einsätzen herangezogen werden.

Der Fonds ermöglicht, dass im Feuerwehrdienst verunglückte Personen oder deren Hinterbliebene unterstützt werden können. Ein Fachgremium aus Vertretern des Ministeriums, der Unfallkasse und des LFV als Interessenvertreter der Betroffenen wird Einzelfälle prüfen. „Ich freue mich, dass auf diese Art Unterstützungsleistungen gewährleistet werden können und aufgrund dieser Erweiterung nun auch die Alterskameraden berücksichtigt werden, die sonst Leid und Elend erfahren würden“, betont Innenminister Lewentz.

„Zwar betrifft das Problem nur sehr wenige Fälle im Jahr, die vom Sozialgesetzbuch VII (SGB VII) nicht erfasst werden, aber die am Fonds Beteiligten möchten diese Betroffenen nicht im Regen stehen lassen, daher nun diese gute Lösung“, erklärt LFV-Präsident Frank Hachemer.  Auch Manfred Breitbach von der Unfallkasse freut sich, diese Versorgungslücke einvernehmlich geschlossen zu haben: „Wir wertschätzen die Arbeit der Feuerwehr sehr. Es war in dieser Form die erste Kooperation mit diesen Beteiligten, die im Bundesgebiet für Unterstützungsleistungen geschlossen wurde. Umso besser ist es jetzt, dass auch Alterskameraden eingeschlossen sind.“

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