Hilfe für die Feuerwehr: Probleme praktisch lösen

Rheinland-Pfalz. Feuerwehrleute sind auch nur Menschen: Streit in der Mannschaft, Ärger mit dem Dienstherrn, Sorgen um die Nachwuchssicherung sind Probleme, die auch bei der größten Blaulicht-Organisation Deutschlands, den Feuerwehren, unangenehme Folgen bis hin zu Austritten oder gar Schließungen haben können. Bisher war da meist guter Rat teuer. Um bei solchen Fragen schnell Hilfe vor Ort bringen zu können, hat der Landesfeuerwehrverband (LFV) Rheinland-Pfalz nun ein ganzes Angebotspaket entwickelt: von Arbeitsmitteln bis hin zum Ehrenamtskoordinator, der selbst persönlich vor Ort kommen kann und die jeweilige Wehr individuell berät. Zukünftig soll dieser noch durch sogenannte Ehrenamtslotsen auf Kreisebene unterstützt werden: Erfahrene Feuerwehr-Praktiker mit spezieller Vorbereitung für Problemlösungen. Hinzu kommt die Handlungshilfe „Feuerwehr 4.0“: Das Nachschlagewerk im Büroordner-Format stellt der LFV über die Kreis-, Stadt-, Regionalfeuerwehrverbände allen Feuerwehren des Landes zur Verfügung. Es enthält zahlreiche Praxis-Tipps, zugeschnitten auf die Herausforderungen der Feuerwehrarbeit. Die Inhalte wurden unter Verwendung der Erfahrungen aus Basisworkshops und aus dem Feuerwehrwesen erarbeitet. Der LFV Rheinland-Pfalz kann dies für die Feuerwehren des Landes im Rahmen des Projekts „Heimat.Menschen.Vielfalt = Feuerwehr“ anbieten, das vom Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ des Bundesministeriums des Innern gefördert wird. Das Programm fördert in ländlichen und strukturschwachen Gegenden eine selbstbewusste, lebendige und demokratische Gemeinwesens-Kultur. Seit 2017 engagiert sich das Projekt für ein demokratisches und generationsübergreifendes Miteinander in den Feuerwehren von Rheinland-Pfalz.

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