Aktionstage „Respekt. Bitte!“

 


Stich: Jeder einzelne Angriff auf Rettungskräfte ist einer zu viel

Feuerwehrleute setzten sich tagtäglich für ihre Mitmenschen ein. Oftmals sorgen sie in für sie selbst gefährlichen Situationen für die Sicherheit der anderen. Dafür verdienen sie Respekt und Wertschätzung, wie Innenstaatssekretär Randolf Stich beim Besuch der Berufsfeuerwehr Mainz hervorhob.

 

„Schilderungen von unverhältnismäßigen Reaktionen, Unverständnis und sinnloser Gewalt bei den Einsätzen werden häufiger. Dazu gehören solche von Sanitätern, die auf dem Weg zum Notfallpatienten angeschrien werden, weil sie in zweiter Reihe parken, oder solche von Feuerwehrleuten, die sich den Weg durch Gaffer bahnen müssen, bevor sie helfen können. Jede dieser Geschichten ist eine zu viel. Die Landesregierung sieht es deshalb als große Verpflichtung, für mehr Respekt und Zivilcourage zu werben“, so Innenstaatssekretär Randolf Stich im Rahmen der Aktionstage „Respekt. Bitte!“. Der Ministerpräsidentin und dem gesamten Kabinett sei es ein großes Anliegen, zu einem friedlichen und respektvollen Umgang mit den Bediensteten des Landes aufzurufen. Daher thematisiere die Landesregierung mit den Aktionstagen zwischen dem 19. und dem 25. März Probleme von Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Oberbürgermeister Michael Ebling betonte: „Lebensretter und Helfer verdienen Respekt und Wertschätzung, denn sie setzen sich täglich für die Sicherheit der Bevölkerung ein. Helfer retten Leben, sie schützen, unterstützen und sind in Notsituationen für alle Menschen da. Vieles in unserem Land und unserer Stadt würde ohne sie nicht funktionieren. Ich unterstütze deshalb die landesweiten Aktionstage „Respekt. Bitte!“, die für das Thema sensibilisieren.“ Peter Gerhards, Vizepräsident des Landesfeuerwehrverbands Rheinland-Pfalz: „Wir als Feuerwehren begrüßen, dass die Landesregierung das Augenmerk besonders auf das Thema Gewalt gegen Rettungskräfte lenkt. Keiner der Helferinnen und Helfer hat es verdient, dass Gewalt gegen sie persönlich oder die Institution ausgeübt wird. Wir fordern Respekt und Achtung für das, was wir leisten.“ Es sei bezogen auf Anfeindungen und unverhältnismäßige Situationen im Vergleich zu anderen Rettungskräften von Vorteil, dass die Feuerwehr meist als Mannschaft vor Ort sei. Staatssekretär Stich verwies bei der Berufsfeuerwehr Mainz auch auf bereits Erreichtes. Mit der Novelle des Brand- und Katastrophenschutzgesetzes sei 2016 der Personenkreis, bei dem nichtbefolgte Anweisungen mit einem Bußgeld geahndet werden können, stark erweitert worden. Dabei sei auch die Höchstgrenze der Geldbuße von 5000 auf 10.000 Euro erhöht worden. Für Feuerwehrkräfte gebe es Schulungen wie Deeskalationstrainings oder Selbstverteidigungskurse. Der Staatssekretär begrüßte, dass sich die Universität Koblenz-Landau im Rahmen der Studie „Lebensretter – keine Gewalt gegen Rettungskräfte“ näher mit Übergriffen auf Rettungskräfte im ländlichen Raum beschäftigen möchte. Neben Berufsfeuerwehren, freiwilligen Feuerwehren, Rettungsdiensten, Wasser- und Bergrettung sowie ehrenamtlichen Helfern in zivilen Hilfsorganisationen sollen auch Institutionen wie das Technische Hilfswerk landesweit berücksichtigt werden.

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