Frewillige Feuerwehrkräfte noch besser abgesichert

Angehörige der freiwilligen Feuerwehren in Rheinland-Pfalz und ihre Hinterbliebene erhalten seit dem 1. Juli 2014 auch Unterstützungsleistungen bei Unfällen und Schäden, die die gesetzliche Unfallversicherung nicht abdeckt.

Von der gesetzlichen Unfallversicherung werden Feuerwehrangehörige umfassend betreut und entschädigt, wenn der Gesundheitsschaden im ursächlichen Zusammenhang mit der Tätigkeit in der freiwilligen Feuerwehr steht. Problematisch kann es hier bei be-stehenden Vorerkrankungen werden (z.B. Herz-Kreislaufbeschwerden). Durch den Fonds sind auch solche Unfälle und Schäden der Ehrenamtlichen abgesichert, die nicht im ursächlichen Zusammenhang mit dem Feuerwehreinsatz stehen. Der Fonds soll der besonderen Kausalitätsproblematik im Bereich der Freiwilligen Feuerwehren Rechnung tragen.

Der Minister, der Geschäftsführer der Unfallkasse Rheinland-Pfalz, Manfred Breitbach, und der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Rheinland-Pfalz, Frank Hachemer, haben am 19. Oktober 2019 bei der Verbandsversammlung des Landesfeuerwehrverbandes in Hoppstädten-Weiersbach eine geänderte und novellierte Kooperationsvereinbarung mit den entsprechenden Richtlinien für den Entschädigungsfonds unter-zeichnet.
Unterstützungsleistungen werden zukünftig auch an Angehörige von Alters- und Ehrenabteilungen, die an Einsätzen und Übungen teilnehmen geleistet.

Durch die Änderung der Kooperationsvereinbarung werden nunmehr Eltern eines beim Feuerwehreinsatz tödlich verunglückten Feuerwehrangehörigen begünstigt, die von dem Verstorbenen vor dem Tod aus dessen Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen wesentlich unterhalten wurden. Weiterhin erhalten Hinterbliebene Witwen, Witwer, Stiefkinder, Pflegekinder, Enkel und Verwandte in aufsteigender Linie des Verstorbenen eine pauschale Entschädigung, wenn sie die Bestattungs- und Überführungskosten getragen haben. Eine pauschale, einmalige Entschädigung wird zukünftig gezahlt an Hinterbliebene Witwen und Witwer, Waisen und Eltern, die vom verstorbenen Feuerwehrangehörigen zu Lebzeiten wesentlich unterhalten wurden.

Manfred Breitbach begrüßt die Änderung der Kooperationsvereinbarung: „Dank der Unterstützung des Innenministeriums erhalten nun auch die Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilungen der freiwilligen Feuerwehren eine umfassende Absicherung." Frank Hachemer betonte: „Freiwillige Feuerwehrangehörige machen ihren Job stets gewissenhaft und gehen mit Vorsicht an die Arbeit. Falls trotzdem mal etwas passiert, auch bei einer Vorerkrankung, werden die Betroffenen nicht im Regen stehen gelassen.”

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