Verbandsversammlung in Hoppstätten-Weiersbach

Alle Mitglieder des Landesfeuerwehrverbandes Rheinland-Pfalz waren am 19.10.2019 zu Delegiertenversammlung nach Hoppstätten-Weiersbach eingeladen.

Die Versammlung bot den passenden Rahmen, um auf die Entwicklungen der Feuerwehr in Rheinland-Pfalz in den Jahren 2018 und 2019 zurückzublicken und bereits in das nächste Jahr vorauszuschauen. Zu Gast waren der Innenminister des Landes Rheinland-Pfalz Roger Lewentz, der Innenstaatssekretär Randolf Stich, zahlreiche Vertreter der Lokal- und Landespolitik, Vertreter von Partnerorganisationen wie dem Technischen Hilfswerk und der Unfallkasse sowie internationale, befreundete Feuerwehrmitglieder.

In seinem Rückblick verdeutlichte der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes, Frank Hachemer, die Rolle der Feuerwehr in der Landes- und Bundespolitik auf. Er fasste die politischen Gespräche mit Abgeordneten und Parteienvertretern zusammen, die den Thema der Feuerwehr durchweg aufgeschlossen gegenüber standen und bereit sich notwendige Verbesserungen anzustoßen.

Aber auch die Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen zeigte in den zurückliegenden Jahren eine positive Entwicklung. Zahlreiche Unternehmen unterstützen die Feuerwehren aktiv und stellen ihre Mitarbeiter für den ehrenamtlichen Dienst zu Einsätzen frei. Um diese Leistung zu würdigen, ehrte Hachemer einige Unternehmen mit der Auszeichnung „Partner der Feuerwehr“.

Bei der Zusammenfassung des Bereiches der Aus- und Weiterbildung des Bildungszentrums des Landesverbandes verwies Hachemer auf über 240 Seminare mit 4.000 Teilnehmern. Für die Zukunft ist eine Steigerung der Teilnehmerkapazitäten geplant und auch weitere Ausbildungsthemen werden in das Repertoire aufgenommen. Eine der größten Veranstaltungen war der ausgebuchte 1. Fachtag Öffentlichkeitsarbeit, der alle relevanten Themen der Öffentlichkeitsarbeit unter den besonderen Gegebenheiten des Feuerwehrwesens zusammenfasste.

Auszugsweise seien hier die positiven Entwicklungen zum Feuerwehrdienstausweis und dem damit verbundenen Bonusprogramm, die Einrichtung der Möglichkeit eines Freiwilligen Sozialen Jahres bei der Feuerwehr, den Ehrenamtslotsen und den Bambini-Feuerwehren erwähnt. Letztere feiern bereits teilweise ihr 10-jähriges Bestehen und können vermelden, dass die ersten Bambini-Mitglieder mittlerweile in den aktiven Freiwilligendienst übergegangen sind.

Um einen Ausblick auf die zentralen Themen für das kommende Jahr zu geben, wurden den Delegierten verschiedene Fachvorträge präsentiert. Zum einen stellte der Fachbereichsleiter Johannes Jung sein Projekt „Feuerwehr macht Schule“ vor, Prof. Daniela Braun von der Hochschule Koblenz-Landau stellt den Dualen Studiengang des „Brandschutzingenieurs“ statt, der bereits in der Planung ist. Das neue Gemeinschaftsprojekt der Kommunalen Spitzenverbände, des Innenministeriums und des LFV zur Nachwuchsgewinnung und -bindung wurde ebenfalls vorgestellt und zeigte die verschiedenen Schnittstellen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit in der Kommunikation der Feuerwehren und des LFV auf. Im weiteren Verlauf wurden zahlreiche Feuerwehrmänner und -frauen für ihren Dienst geehrt, aus dem Präsidium des Verbandes verabschiedet bzw. zu neuen Funktionen ernannt. Der demokratische Höhepunkt der Verbandsversammlung war die Wahl einiger Mitglieder des Präsidiums. Nach der Bekanntgabe der Kandidaten wurde entweder schriftlich per Stimmzettel oder per Handzeichen abgestimmt.

Mit dem neu aufgestellten Präsidium wurde die Delegiertenversammlung beendet, um in weitere zwei Jahre der aktiven Verbandsarbeit zu starten.

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