„Feuerwehr aktiv gegen Extremismus!“: Projektabschluss- und Start auf dem Hambacher Schloss

Rheinland-Pfalz. An einem für die Demokratie besonders bedeutenden Ort haben nun sieben Landesfeuerwehrverbände gemeinsam nicht nur ein klares Statement gegen politischen Extremismus gesetzt, sondern auch ihre aktive Arbeit öffentlich vorgestellt:
Auf dem Hambacher Schloss, Symbolort der Demokratie-Bewegung in Deutschland, zeigten sie gemeinsam ihren Einsatz im Projekt „Zusammenhalt durch Teilhabe“ des Bundes-Innenministeriums auf. Das Projekt will in Organisationen und gesellschaftlichen Gruppen Menschen stark machen gegen Extremismus und für Demokratie. Einem Unterwandern der Gesellschaft durch politisch radikales Gedankengut soll durch Aufklärung, Bewusstwerdung und Weiterbildung für eine demokratische Gesellschaft begegnet werden.

Aktiv im Projekt sind die Landesfeuerwehrverbände Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Thüringen, Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Daher hatten alle Vertreter zur Veranstaltung auf das Hambacher Schloss entsandt. Anlass ist der Start einer neuen Förderphase durch den Bund ab 2020.


„Wir müssen parteipolitisch neutral sein – aber dennoch ein klares Bekenntnis für unsere Demokratie vertreten, deren Bestandteil und Stütze die Feuerwehren sind“, so der Tenor. Deutliches Lob erhielten die Verbände für ihren Einsatz auf diesem Gebiet aus dem rheinland-pfälzischen Innenministerium: Staatssekretär Randolf Stich betonte die starke Rolle, die der Verband seines Bundeslandes in der Frage des Umganges mit politisch extremer Gesinnung seit Jahren aktiv einnehme:
„Die Feuerwehren sind eine entscheidende Stütze unserer demokratischen Gesellschaft. Es ist ein großes Verdienst des Landesfeuerwehrverbandes, hier deutlich zu wirken.“ Das bestätigte der Präsident des rheinland-pfälzischen Landesfeuerwehrverbandes, Frank Hachemer: „Öffentliche Bekenntnisse gegen Extremismus sind wichtig. Jedoch: Wir setzen darauf, Extremismus nicht einfach anzuprangern, sondern uns alle inhaltlich stark zu machen gegen Intoleranz, gegen Rassismus, gegen Fremdenhass und für eine bunte Gesellschaft und eine bunte Feuerwehr ohne Diskriminierung! Wir stehen in einer klaren Tradition, denn die Feuerwehr hilft allen Menschen, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder Gesinnung!“


Er verwies dabei auf die Projekte seines Verbandes wie „Heimat. Menschen. Vielfalt = Feuerwehr“ und auf die gerade fertig ausgebildeten „Ehrenamtslotsen“. Diese haben die Kompetenz, als „Demokratieberater“ von Feuerwehren konsultiert zu werden, die sich aktiv gegen Vereinnahmung von politischem Extremismus wenden. „Es kann nicht nur darum gehen, sich zu positionieren. Man muss auch PS auf die Straße bringen. Und dazu haben wir bisher gemeinsam aktiv Instrumente geschaffen. In der neuen Phase geht es jetzt um Verfestigung und Ausbau“, freut sich der Präsident mit seinen Kameradinnen und Kameraden auf die neue Projektlaufzeit.  

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