Richtigstellung zur Rücktrittserklärung des Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hartmut Ziebs

Richtigstellung

zur Rücktrittserklärung des Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hartmut Ziebs

Die am 14. Dezember 2019 bekannt gemachte Rücktrittserklärung des Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hartmut Ziebs, ist der bisherige Höhepunkt einer gewaltigen Rufmord-Kampagne, der ich von Anfang an mit meinem Namen direkt ausgesetzt werde. Sie ist geeignet, mich persönlich und meine Funktion als Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Rheinland-Pfalz existentiell zu schädigen. Ich werde als Drahtzieher einer Intrige bezeichnet, weil ich gemeinsam mit 4 Kameraden im Präsidium des Deutschen Feuerwehrverbandes meine Pflicht getan habe! Wir haben den Skandal erkannt und trotz der öffentlichen Kampagne den Mut besessen, unserer Aufgabe gerecht zu werden und die Machenschaften von Ziebs hinter der Kulisse des schönen Scheins aufzudecken. Dabei sind wir bis zuletzt nicht diffamierend mit öffentlichen Kampagnen vorgestoßen, sondern sind strikt die Wege gegangen, die auf Fakten basierend die zuständigen Stellen befasst haben.

Ziebs und seine Unterstützer haben die „Flucht in die Öffentlichkeit“ gewählt, um uns zu bösen Jungs abzustempeln, die ihn angeblich unrechtmäßig „absägen“ wollen. Das stimmt ausdrücklich nicht!   Mir liegt explizit die Information vor, dass seine Unterstützer beim Verband der Feuerwehren NRW mit der Weitergabe des internen Mitteilungsschreibens der DFV-Vizepräsidenten über den Vertrauensentzug die Medienlawine in Gang gesetzt haben. Unterstellt werden uns Machthunger und der Wunsch, frühzeitig selbst DFV-Präsident zu werden. Dabei hat keiner von uns Interesse, vorzeitig DFV-Präsident zu werden! In meinem Falle würde das die Vielzahl der aktuellen Ämter und Funktionen gar nicht zulassen.

Entscheidend ist jedoch die öffentlich wirksame Behauptung, Ziebs wäre von uns wegen seiner öffentlichen Haltung gegen Rechtsextremismus angegriffen worden. Eine Unwahrheit, mit der er einzig den Fokus der Öffentlichkeit von seinen Verfehlungen ab- und die Kritik der Öffentlichen Meinung auf seine Vizepräsidenten lenken wollte. Erfolgreich und mit fatalen Folgen:

Diese unfassbare Rufmord-Kampagne hat insbesondere mich selbst seit der ersten Stunde in höchste Not gebracht. Von Anfang an mit meinem Namen als „Drahtzieher“ benannt, sind seitdem meine Familie und ich sowie der Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz völlig grundlos, aber ganz bewusst ins Zwielicht gebracht worden. Mit Erfolg: inzwischen wurde ich persönlich sogar an der Drogerie-Kasse von einer Kassiererin angesprochen, und selbst Bekannte fragten nach dem Kern der Anschuldigungen, anonyme Briefe mit unhaltbaren Anschuldigungen landen bei Stellen im ganzen Land und darüber hinaus. Ich habe in meiner bewusst gelebten hohen Verantwortung als Vizepräsident des DFV und Präsident in Rheinland-Pfalz die ganze Zeit von Beginn an diese Vorwürfe, die immer weiter bis heute geschürt werden durch die von Präsident Ziebs und seine Unterstützer aus Nordrhein-Westfalen angestoßene Medienlawine, auf meinen eigenen Schultern getragen, ohne den geringsten Ansatz, in die Offensive zu gehen. Das stets mit dem Ziel, die Feuerwehr nicht weiter in den von Ziebs und seinen Verbündeten verursachten Strudel zu reißen. Ich wiederhole gerne, dass ich mich nicht öffentlich wehren durfte, da wir die Rufmord-Kampagne nicht befeuern wollten und durften.

Ich bin seit Jahrzehnten aktiv gegen Fremdenhass, Extremismus und Diskriminierung

Wer mich kennt, weiß, dass ich seit 1989 bis heute ununterbrochen in einer der größten kirchlichen Jugendorganisationen mit Kindern und Jugendlichen aktiv gegen Fremdenhass, Extremismus und Diskriminierung jeder Art arbeite. Ich bin auch sonst kirchlich aktiv und habe ein Kirchenasyl für eine Familie aus Afrika unterstützt. Mein rheinland-pfälzischer Landesverband ist unter meiner Präsidentschaft hoch anerkannt aktiv unterwegs, um für eine bunte Feuerwehr und Demokratie sowie gegen Extremismus nicht nur zu werben, sondern auch Maßnahmen anzubieten. Dies können Freunde, meine Kameraden und sogar Politiker auf höchster Ebene eindeutig bestätigen. Mit unseren Ehrenamtslotsen stehen sogar unmittelbar Kräfte bereit, um Feuerwehren vor Ort direkt in allen Notfällen, insbesondere zu genau den Themen Solidarität, Gleichstellung und Demokratie zu unterstützen!

Präsident Ziebs, der sich selbst als Tugendwächter hinstellt, nutzte dagegen schon zuvor die Öffentlichkeit, um meinen Landesfeuerwehrverband und mich als dessen Präsidenten zu beschädigen: In einem Zeitungsinterview behauptete er einfach mit einem Satz-Zitat, unser Landesgeschäftsführer mache Werbung für die Partei AfD – was nicht stimmt! Untermauert mit einer Eidesstattlichen Versicherung, der Satz sei so gesagt worden. Nicht erwähnt wurde dabei, dass der zitierte Satz jedoch nicht in einem werbenden, sondern in einem kritischen Zusammenhang gegen die AfD verwendet und vollständig aus dem Kontext gerissen wurde. Erschwerend kommt hinzu, dass Ziebs sogar unseren Innenminister noch auf das eigens initiierte Zeitungsinterview und somit gegen den Verband mit vollem Bewusstsein eingeschwungen hat.

Präsident Ziebs, dem somit selbst eine Intrige direkt nachgewiesen werden kann, behauptet, einer Intrige unterlegen und damit zum Opfer geworden zu sein. Wie kann es sein, dass neutrale Bewertungen solch schwerer und fortgesetzter systematischer Täuschungen des Präsidenten durch die Mehrheit seines Präsidiums sowie danach durch die Vorsitzenden aller Landesverbände im Präsidialrat – alles etablierte und demokratisch gewählte Verantwortliche – eine Intrige sein sollen? Wie kann es sein, dass die dazu notwendigen Gespräche darüber als „Hinterzimmer-Gespräche“ abqualifiziert werden? Wie blind muss ein Mensch sein, dass er nicht erkennt, dass Demokratie nur demokratisch funktionieren kann und sich nicht des manipulativen Populismus bedienen darf?

Die ihn unterstützenden Funktionäre des VdF-NRW arbeiten hingegen bislang immer noch nur mit öffentlichen Unterstellungen und Behauptungen. Sie behaupten Gesprächsbereitschaft und Offenheit. Wo war der Ziebs stetig aggressiv verteidigende VdF-NRW- Vorsitzende Dr. Jan Heinisch in der so bedeutenden Präsidialratssitzung am 6. Dezember in Braunschweig? Ich möchte betonen, dass Dr. Heinischs Vertreter, Bernd Schneider, dann in der Präsidialratssitzung in Gegenwart der Vertreter der größten Landesverbände bewusst eine versuchte Nötigung beging, als er die Vertreter mit einem ominösen Umschlag mit scheinbar brisanten Informationen dazu bringen wollte, die 5 Vizepräsidenten zum Rücktritt zu zwingen.

Rufmord soll redliche und mutige Vizepräsidenten demontieren, die ihre Pflicht getan haben

Wo sind die nachweisbaren Ergebnisse, die Ziebs und seine Helfer vorzuweisen haben? Es ist doch offensichtlich, dass es im Kern darum geht, Ängste zu schüren, Intrigen zu spinnen, die Verbände auseinanderzutreiben und redliche und mutige Vizepräsidenten systematisch zu demontieren, so wie in meinem Fall.

Trotz der gewaltigen, niederdrückenden Schwere des unfassbaren Druckes, der auch meine Familie tiefe Zumutungen abverlangt, habe ich intensiv daran gearbeitet, Lösungen für die aufgeworfenen Fragen der DFV-Krise für den rheinland-pfälzischen Landesfeuerwehrverband zu finden. Dazu werden recht bald erste Ergebnisse vorliegen.

Die von Ziebs in seiner Rücktrittserklärung öffentlich beklagten Folgen, mit denen er selbst seine eigene Familie instrumentalisiert, sind daher die Folge der von ihm selbst initiierten und bis in seine Rücktrittserklärung hinein betriebenen Rufmord-Kampagne nicht zuletzt gegen mich und damit auch meine Familie. Er hat die gesamte Öffentlichkeit, vielleicht auch seine Unterstützer, über lange Zeit getäuscht und begeht noch in seiner Rücktrittserklärung weiter Rufmord mit der erfundenen Behauptung, er sei wegen seines Werdens gegen rechtsnationale Tendenzen angegangen worden. Der durch Ziebs ausgelöste Tsunami bediente sich gezielt marketing- und propagandaeffizienter Methoden, so etwa AfD-gelabeltes Bildmaterial sowie Fotos zu meiner Person, um so unmittelbar eine Verbindung zu simulieren. Diese gibt es nicht!!! Ich wende mich nachweislich seit Jahrzehnten gegen rechtes Gedankengut, generell und in der Feuerwehr – und zwar aktiv, nicht bloß durch öffentliche Behauptungen!!

Die Öffentlichkeit an der Nase herumgeführt

Nicht DFV-Präsident Ziebs ist das Opfer, sondern er ist ein Täter, der die Feuerwehren und die Öffentlichkeit mit seinen Helfern aus dem VdF-NRW seit Wochen an der Nase herumführt. Er hat eine der schlimmsten Keulen benutzt, die man gegen Gegner einsetzen kann, die man vernichten will: Ihnen eine rechtsradikale Gesinnung anzudichten. Eine weitere der vielen Handlungen, die ihm vorzuwerfen sind und mit denen er das Vertrauen seiner Vizepräsidenten und der allermeisten Vertreter der Landesfeuerwehrverbände Deutschlands im DFV-Präsidialrat restlos zerstört hat.

Ich hoffe, dass sich alle Kontrahenten dieser so unendlich traurigen Angelegenheit so schnell wie möglich wieder auf das Wesentliche konzentrieren können: Retten, Löschen, Bergen, Schützen – und das wir zur Facharbeit zurückkehren können.

 

Frank Hachemer

 

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