Das Feuerwehrwesen ist eine entscheidende Stütze unserer freiheitlichen, demokratischen Gesellschaft!

Das Feuerwehrwesen ist eine entscheidende Stütze unserer freiheitlichen, demokratischen Gesellschaft!

Liebe Feuerwehrkameradinnen und -kameraden,
ein zuletzt für das Feuerwehrwesen leider durch ohne Not und Grund entfachte öffentliche Diskussionen über die Einwirkung von Rechtsextremismus auf die Feuerwehren schlimmes Jahr ist nun zu Ende gegangen. Im neuen Jahr 2020 werden sich nun hoffentlich die Fakten durchsetzen. Hier brauchen sich die Feuerwehren in Rheinland-Pfalz nicht zu verstecken. Die Feuerwehren vor Ort haben Potenzial, um mit politisch fragwürdigen Gesinnungen und Äußerungen von einzelnen Mitgliedern umzugehen. Generell werden Menschen mit rechtsextremer Einstellung in unseren Feuerwehren keine Freude haben, denn das verhindert schon die Grundaufstellung: Wir helfen jederzeit, rund um die Uhr, allen Menschen in Not – völlig unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Hautfarbe, Religion oder anderen Kriterien. Das widerspricht einer rechtsextremen Aufstellung grundsätzlich!

Dennoch ist Wachsamkeit immer angesagt! Sollten Probleme entstehen, die sich vor Ort nicht allein lösen lassen, ist der Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit vielen Partnern seit Jahren einer der anerkannten Vorreiter darin, die Demokratie zu stärken und gegen Extremismus zu wirken. Im Bundesprojekt „Zusammenhalt durch Teilhabe“ wurden Mittel wie zuletzt die Ehrenamtslotsen entwickelt, die unmittelbar vor Ort Informationen und Unterstützung in jede Feuerwehr bringen können, in der dies gewünscht wird. Und wir arbeiten weiter an Hilfen und Mitteln.

Eines sollte klar sein: Das Feuerwehrwesen ist eine entscheidende Stütze unserer freiheitlichen demokratischen Gesellschaft! Und zu dieser haben wir uns schon lange und immer deutlich bekannt, und das tun wir auch gemeinsam weiter! Parteipolitik hat im Feuerwehrwesen nichts zu suchen. Wohl aber, und das ist die Aufgabe der Verbände, muss mit „der Politik“ immer verhandelt werden, um ihr das Thema „Feuerwehr“ stets im Bewusstsein zu halten. Denn allzu schnell wendet sich die Politik durch die vielen anderen lauten Stimmen anderer Interessen von Thema „Feuerwehr“ wieder ab und anderen Themen zu. Dazu brauchen wir Gespräche mit Politikern verschiedenster Coleur – ohne sich mit deren Zielen in irgendeiner Weise gemein machen oder identifizieren zu müssen.

Entscheidende Grundlage für mich als Verbandspräsident ist und bleibt das, was meine ordentlichen Mitglieder von mir verlangen! Der Weg, dies zu erfahren, geht dabei über unsere Mitglieds-Verbände oder über von diesen mit vertretene Wege wir die direkte Rückmeldung an den LFV bei Themen aller Art. Daher möchte ich im neuen Jahr dazu aufrufen, sich in den Verbänden zu engagieren! Wenn wir nachhaltig und wirkungsvoll die Interessen des Feuerwehrwesens vertreten wollen, dann müssen wir die soliden und mit gutem Grund vorhandenen Strukturen nutzen. Stimmungsmache, etwa über Social Media, kann und darf das Feuerwehrwesen nicht bestimmen, sondern solide Fakten und darauf basierte Meinungsbildung. Dann werden wir bei allen nötigen Veränderungen gute Lösungen finden, um ein erfolgreiches System weiter erfolgreich sein zu lassen – und da, wo es möglich ist, weiter zu verbessern.

Ich wünsche Ihnen und Euch ein gutes, gesundes und glückliches neues Jahr 2020.

Ihr und Euer

Frank Hachemer
Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz, Präsident  

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