Rolle der Feuerwehr als gesellschaftlicher Pfeiler in der Krise betont

„Still und ohne viel Aufhebens über die Wichtigkeit ihrer Rolle stehen im Land rund 50.000 Feuerwehrleute während der Corona-Krise unter ganz besonderer Belastung“, weist der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes (LFV) Rheinland-Pfalz, Frank Hachemer, auf einen besonderen Umstand hin, denn: „Da nutzt auch keine Debatte um mehr Gehalt, denn die meisten tun dies ja ehrenamtlich.“

 

Besonders wichtig sei dabei, so der Präsident, wie diszipliniert und zuverlässig die rund 50.000 rheinland-pfälzischen aktiven Feuerwehrleute als große gesellschaftliche Gruppe handeln. „Sie sind damit nicht nur ein wichtiges Standbein für die Sicherheit, sondern auch ein echter gesellschaftlicher Pfeiler in der Krise. Allein schon die Vorbildfunktion ist wichtig, denn alle stehen bereit, obwohl auch sie entsprechende Sorgen der Corona-Krise beruflich und privat verarbeiten müssen“, so der LFV-Präsident.

 

Besonders gefreut habe ihn, dass sich Ministerpräsidentin Malu Dreyer in dieser Woche persönlich in die Telefonkonferenz der Landesspitzen des Feuerwehrwesens unter der Leitung von Innenminister Lewentz eingeschaltet habe: „Sie hat betont, dass sie diese Rolle der Feuerwehren im Blick hat und sich besonders dafür bedankt. Mir ist wichtig, das allen Aktiven mitzuteilen. Denn oft wird die Feuerwehr einfach nur still als selbstverständlicher Service schulterzuckend ignoriert. Es ist schön, dass das an wichtiger Stelle anders erkannt wird“, so Hachemer. Zurzeit seien die Wehren in Sachen „Corona“ das große Notfall-Reservoir, falls die Krise weiteren Einsatz notwendig mache.

 

Die Feuerwehren in Rheinland-Pfalz sind aber darüber hinaus bereits jetzt vielfach gefragt: Sie unterstützen seit Wochen die Einsatzkräfte und Krisenstäbe in der Bewältigung der Corona-Krise. Dabei sind sowohl die Berufsfeuerwehren als auch die vielen freiwilligen Feuerwehren im gesamten Land immer wieder im Einsatz. In einigen Gemeinden wurden durch Freiwillige Feuerwehrmitglieder Fieberambulanzen aufgebaut und freiwillige Feuerwehrleute unterstützen diese auch im Betrieb vor Ort, indem sie in Zusammenarbeit mit medizinischem Personal Proben von Bürgerinnen und Bürgern nehmen.

 

Auch die logistischen Fähigkeiten der Feuerwehren kommen in der Krise zum Einsatz. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren transportieren Material wie Schutzkleidung oder Atemschutzmasken in Arztpraxen und Fieberambulanzen oder auch Proben in medizinische Labore.

 

Die Fahrzeuge der Feuerwehr werden unter anderem genutzt, um Lautsprecheraufrufe zu machen und so die Bevölkerung gezielt und ohne die Möglichkeit für Falschinformationen über aktuelle behördliche Anweisungen oder Empfehlungen zu informieren.

Auch die medialen Kapazitäten und Fähigkeiten zur Überwachung und Bewältigung von Großlagen kommen in der Corona-Krise zum Einsatz, um gezielt Fake-News zu erkennen und deren Verbreitung entgegenwirken zu können.

 

Parallel haben alle Einsatzkräfte der Feuerwehr in Rheinland-Pfalz ihren Feuerwehrdienst an die empfohlenen Schutzmaßnahmen zur Vermeidung einer Infektion mit dem Corona-Virus angepasst. Alle Übungsdienste sind ausgesetzt, die Feuerwehrhäuser werden nur noch für die Bewältigung von Brand- und Hilfeleistungseinsätzen betreten. Alle ergriffenen Maßnahmen zielen darauf ab, auch unter den aktuellen pandemischen Zuständen einsatzbereit zu bleiben und die Sicherheit der Menschen ermöglichen zu können.

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