Feuerwehr und Innenminister ehren Arbeitgeber

Rheinland-Pfalz/Hermeskeil. Im Feuerwehr-Erlebnis-Museum in Hermeskeil haben der
Landesfeuerwehrverband (LFV) Rheinland-Pfalz und der Innenminister des Landes, Roger Lewentz,
jetzt Arbeitgeber mit dem Förderschild „Partner der Feuerwehr“ geehrt. „Die Geehrten haben in
besonderer Weise Arbeitnehmer für den Dienst in der Feuerwehr von der Arbeit freigestellt“,
begründet LFV-Präsident Frank Hachemer die Auszeichnung.


Für ein funktionsfähiges Feuerwehrwesen, das mit ausreichend vielen Kräften zu Einsätzen
ausrücken kann, müssen Arbeitgeber solche Beschäftigte, die Freiwillige Feuerwehrleute sind, zu
Einsätzen und Übungen von der Arbeit freistellen. Viele Arbeitgeber sind darin Vorbilder und tun
dabei mehr, als gesetzlich vorgegeben wird. Einigen solcher Vorbilder wurde nun mit der Verleihung
besonders gedankt.


Innenminister Roger Lewentz: „Der Dienst an unserer Gesellschaft darf für die Feuerwehrleute keine
Nachteile mit sich bringen. Ganz im Gegenteil: Wir sind allen unseren Feuerwehrkräften zu tiefem
Dank verpflichtet für ihren Einsatz. Aber nicht nur für die Feuerwehrangehörigen selbst bringt ein
plötzlicher Einsatz Herausforderungen mit sich. Auch für die Arbeitgeber, die sich dem schlagartigen
Ausfall eines oder mehrerer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegenübersehen. Ich bin daher froh,
dass sich viele Unternehmen ihrer Verantwortung bewusst sind und die Feuerwehrkräfte bei der
Ausübung ihres Ehrenamts unterstützen. Diesen vorbildlichen Arbeitgebern wollen wir ebenfalls
danken.“


Um symbolisch darauf hinzuweisen, dass Feuerwehr und Wirtschaft „in einem Boot sitzen“, hatten
die Ausrichter in das Feuerwehr-Erlebnis-Museum geladen. „Wir wollen damit gemeinsam  auf das
Thema der Freistellung für den Feuerwehrdienst aufmerksam machen“, so der LFV-Präsident, da es
leider immer wieder auch zu Fällen komme, in denen der Wert von Feuerwehr-Aktiven als
Beschäftigte von Arbeitgebern nicht erkannt werde. „Feuerwehrleute können in Krisen bestehen,
schnell reagieren, in Teams denken und handeln – nur einige der Eigenschaften, die sie auch in der
Arbeitswelt auszeichnen und damit zu besonders wertvollen Beschäftigten qualifizieren. Aber oft
wird befürchtet, die seien dann zu oft statt am Arbeitsplatz für die Feuerwehr unterwegs. Aber man
kann da immer gute Lösungen finden, wenn man nur will“, so Hachemer. Dabei wolle man gar nicht
hauptsächlich auf die bestehende gesetzliche Verpflichtung zur Freistellung hinweisen: „Wir wollen
deutlich machen, dass die Feuerwehr ja auch die Wirtschaft und somit die Unternehmen schützt.
Dafür benötigen wir Arbeitnehmer als Feuerwehrleute – und die Unterstützung durch Arbeitgeber,
wie sie von den jetzt zu ehrenden geleistet wird.“

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