Kampagne Augen auf!

Leitgedanke

Gerade in der letzten Zeit kommt es wieder häufiger zu Berichten in den Medien über Kindeswohlgefährdung durch Betreuungspersonen an Schutzbefohlenen. Hier ist es wichtig und notwendig, dass wir dieses Thema nicht verschweigen oder tabuisieren sondern dass wir offen damit umgehen und durch Prävention und Aufklärung klare Positionen beziehen. Diese Kampagne darf ruhig auch doppel-deutig verstanden werden.

„Augen auf!“ heißt unsere Kampagne gegen Kindeswohlgefährdung in Kinder und Jugendorganisationen und auch gegen häusliche Gewalt.
„Augen auf!“ meint in diesem Sinne Respekt vor dem Gegenüber, vor dem Anderen, vor allem vor den uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen.
„Augen auf!“ heißt aber auch, dass wir Kindern und Jugendlichen bei häuslichen Problemen Unterstützung anbieten.

Warum dies wird man sich fragen. Das ist doch ein Thema, das uns nicht betrifft! Es betrifft uns doch, ebenso wie es alle anderen Organisationen und Verbände betrifft, in denen Täterinnen und Täter ein Tatfeld suchen können. Und die Bambini-Feuerwehr kann ein solches Tatfeld sein, denn die Arbeit in der Kinder- und Jugendverbandsarbeit lebt von menschlichen Beziehungen, vom Miteinander und dem gemeinsamen Erleben. Das ist unsere Stärke, das macht uns aus. Genau diese Stärke kann aber zu einer Schwachstelle werden, wenn Grenzen überschritten werden. Aber wir haben ein Auge darauf und wir haben Achtung vor einander und aufeinander.

Zielsetzung/Orientierung

Gemeinsam mit Fachkräften und Kooperationspartnern einen Leitfaden gegen sexuellen Missbrauch und häusliche Gewalt entwickeln und die Betreuenden in den Bambini-Feuerwehren durch Aus- und Fortbildung zu sensibilisieren und aufmerksam auf Situationen und erste Anzeichen zu machen.
Vertrauenspersonen auf Landesebene auszubilden, die als geschulte Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner innerhalb des Landesfeuerwehrverbandes in Fragen der Prävention und des sexuellen Missbrauchs sowie der häuslichen Gewalt Hilfestellung geben.

  • …konkrete Fragen hat
  • …mehr über die Kampagne erfahren wollen
  • …Vorgänge in den Bambini-Feuerwehren fragwürdige sind
  • …wenn sie sexuellen Missbrauch vermuten
  • …wenn erste Anzeichen von häuslicher Gewalt vorliegen
  • …wenn konkrete Hilfe benötigt wird, um den ersten Schritt zu gehen
  • …wenn Sie selbst, oder Ihre Familien betroffen sind

Außerdem soll eine Selbstverpflichtungserklärung von jeder Betreuerin und jedem Betreuer unterschrieben werden. Diese Erklärung ist nicht nur eine Verpflichtung für jeden einzelnen. Wir zeigen damit den Kindern und Jugendlichen, den Eltern, aber auch potenziellen Tätern und Täterinnen, dass wir ein Auge aufeinander haben und persönliche Grenzen respektieren. Grenzüberschreitung, Kindeswohlgefährdung oder sogar sexueller Missbrauch und häusliche Gewalt werden bei uns nicht toleriert, wir haben stets ein waches Auge auf die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen und sind sensibel.

Wir wollen einander auf gleicher Augenhöhe begegnen und haben einen verantwortungsvollen Umgang miteinander. Wir passen auf und lassen Dinge nicht einfach geschehen oder schauen gar weg.

Auftaktveranstaltung Kampagne gegen Kindeswohlgefährdung

Erweitertes Führungszeugnis für Ehrenamtliche in der Jugendfeuerwehr

Rechtsgrundlagen / Gesetzeslinks