Feuerwehr-Präsident mahnt Besonnenheit bei Flut-Diskussion an

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Rheinland-Pfalz. In der aktuellen öffentlich medialen Diskussion über die Verantwortlichkeiten der

Flutkatastrophe wirbt der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes (LFV) Rheinland-Pfalz, Frank

Hachemer, für mehr Besonnenheit:

Rheinland-Pfalz. In der aktuellen öffentlich medialen Diskussion über die Verantwortlichkeiten der
Flutkatastrophe wirbt der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes (LFV) Rheinland-Pfalz, Frank
Hachemer, für mehr Besonnenheit: „Ich rate dazu, keine voreiligen Schlüsse aus den Ausführungen
von Experten in den Untersuchungsgremien zu ziehen. So sind zum Beispiel die Beiträge von
Meteorologen hoch wertvoll. Zu der Frage jedoch, wann, wo und wie mit dem Wissen über
bestimmte Wetterereignisse Evakuierungen möglich waren, sollte man auch diejenigen Fachleute
hören, die tatsächlich mit der Planung und Durchführung von Evakuierungen vertraut sind.“
Der Präsident ist selbst beruflich als Sachverständiger für Vorbeugenden Brandschutz mit der
Planung von Evakuierungen vertraut: „Eine Evakuierung auch nur von einzelnen Gebäuden ist
komplex und ungeplant, kaum schnell und sicher durchführbar. Das muss berücksichtigt werden,
wenn man ganze Landstriche betrachten will.“ Daher appelliert der Präsident weiter, dass „die
Auswertung nach der Flutkatastrophe nüchtern und sachlich erfolgen“ muss und verweist auf die
Fachebenen wie etwa die Brand- und Katastrophenschutzinspekteure seines Bundeslandes. Der
Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz und der Deutsche Feuerwehrverband fordern bereits seit
vielen Jahren eine breitere Befassung mit der Planung des Bevölkerungsschutzes.
Der Landesfeuerwehrverband wertet aktuell Schilderungen und Aussagen von Einsatzkräften aus, die
in der Flut tätig waren. „Die Ergebnisse werden wir den Untersuchungsgremien zur Verfügung
stellen. Allerdings müssen dann daraus auch klare Ableitungen geschlossen werden, die den
Katastrophenschutz für zukünftige Ereignisse auf bessere Füße stellt. Da darf der Rückzug auf
irgendwelche Riegel bei den Finanzen keine Rolle spielen, denn hier geht es um die Sicherheit der
Feuerwehrleute und anderen Organisationen sowie um Leib, Leben, Hab und Gut der Menschen im
Land!“, so der LFV-Präsident.

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