Feuerwehren in Rheinland-Pfalz arbeiten Flutkatastrophe in Ahrweiler auf und formulieren Forderungen zur Verbesserung

|   News

Noch immer ist die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und im speziellen in Ahrweiler ein Thema der öffentlichen Diskussion. Vor allem die Aufarbeitung der Ereignisse und wie die Krise bewältigt wurde, stellt den Fokus der öffentlichen Kommunikation dar.

Birkweiler, 05. Februar. 2022. Noch immer ist die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und im speziellen in Ahrweiler ein Thema der öffentlichen Diskussion. Vor allem die Aufarbeitung der Ereignisse und wie die Krise bewältigt wurde, stellt den Fokus der öffentlichen Kommunikation dar.

Der Landesfeuerwehrverband (LFV) Rheinland-Pfalz will in der öffentlichen Diskussion bewusst den nüchternen, sachlichen Blick auf notwendige Verbesserungen richten und lud daher am Samstag, dem 5. Februar, Vertreter der Kreisfeuerwehrverbände und der Brand- und Katastrophenschutzinspekteure der Kreise zur Aufarbeitung der Flutkatastrophe in Ahrweiler ein. Hierbei werteten etwa 50 Vertreter der Feuerwehren Inhalte und Erfahrungen zu vier hauptsächlichen Themen aus: Neben der Einsatzleitung und Struktur im
Katastrophenschutz, Ausrüstung der Feuerwehren und der Kommunikationstechnik wurden auch Erkenntnisse über die Warnung der Bevölkerung und die Öffentlichkeitsarbeit zusammengefasst. „Wir dürfen hier nicht die Relevanz der Aufarbeitung vergessen, um zukünftig besser auf solche Krisen reagieren zu können“, so der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Rheinland-Pfalz, Frank Hachemer.

Nach zwei intensiven Workshoprunden folgte so eine Zusammenfassung in Form konkreter Forderungen zur Verbesserung. So wurde unter anderem folgende Aspekte als Ergebnis erarbeitet:

  • Die Struktur des Katastrophenschutzes sollte auf Basis einer Risikoanalyse neu aufgearbeitet werden.
  • Politisch Verantwortliche sollten mehr Wissen im Katastrophenschutz, zum Beispiel über Schulungen, haben.
  • Vorhandene Warnmittel müssen ausgebaut werden.
  • Überörtliche Hilfe soll Teil der Gesetzgebung und damit förderfähig werden.
  • Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit soll fester Bestandteil der Krisenbewältigung werden.
  • Es müssen Redundanzen für die Leitstellen geschaffen werden.

Es wurden weitere Verbesserungspotentiale und Lösungsansätze erarbeitet. Diese sollen nun in einem Forderungspapier einfließen und dann in die Enquete-Kommission des Landes eingebracht werden. Der Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz wird diese Ergebnisse nun im Detail zusammentragen und im Rahmen seiner Interessenvertretung als Forderungspapier an Politik und Entscheider tragen. Die Umsetzung der Forderungen wird der LFV aktiv verfolgen und prüfen. „Es darf hier nicht bei Formulierungen bleiben, es müssen Taten folgen“, fordert der Präsident des LFV.

Zurück

News weiterleiten...