Landesfeuerwehrverband mahnt: "Macht die ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte nicht zum Spielball der Parteien-Politik!"

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Fast ein Jahr ist es nun her, als eine schreckliche Flut große Teile von Rheinland-Pfalz, und insbesondere des Landkreises Ahrweiler, zerstörte. Mittlerweile tagt der Untersuchungsausschuss in Mainz schon einige Zeit und versucht, den Verlauf der Einsatzbewältigung aufzuklären.

Fast ein Jahr ist es nun her, als eine schreckliche Flut große Teile von Rheinland-Pfalz, und insbesondere des Landkreises Ahrweiler, zerstörte. Mittlerweile tagt der Untersuchungsausschuss in Mainz schon einige Zeit und versucht, den Verlauf der Einsatzbewältigung aufzuklären.

In neuesten Medienberichten wird indessen davon berichtet, die Einsatzleitung sei schnell überfordert gewesen und es seien dadurch gravierende Fehler geschehen. Neben Landrat Jürgen Pföhler geraten dabei jedoch auch immer wieder Feuerwehrkräfte in den Fokus, speziell der jetzige Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Landkreises Ahrweiler. Im Zusammenhang mit Befragungen ehrenamtlicher Feuerwehrkräfte durch den Ausschuss bestehe der Verdacht bewusster Absprachen und Lügen im Untersuchungsausschuss. Hierzu äußern sich in Interviews viele Sprecher verschiedenster Parteien und fordern Konsequenzen.

Der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes (LFV) Rheinland-Pfalz, Frank Hachemer, bezieht hierzu klar Stellung und fordert einen fairen Umgang: "Wir sprechen bei allem Leid, das geschehen ist, noch immer von großteils ehrenamtlichen Einsatzkräften. Menschen, die zu Hause alles stehen und liegen lassen, um zu helfen, und viele Stunden in Übungen und Ausbildung investieren". Doch das bedeute keineswegs, dass sie nicht gut genug ausgebildet seien: "Diese Menschen sind alle hoch qualifiziert und gut ausgebildet und opfern ihre freie Zeit im Dienste des Nächsten. Und natürlich müssen auch sie ihre Arbeit auch rechtfertigen. Aber es ist existenziell wichtig, dass das Ehrenamt nicht in das Fadenkreuz von parteipolitischen Erwägungen gerät. Denn wir wollen aus den Ereignissen lernen, um künftig noch besser zu werden. Das schaffen wir nicht, wenn wir der ganzen Welt zeigen, dass man im eigenen Ehrenamt in den öffentlichen Fokus schwerwiegender Beschuldigungen gerät", betont der Präsident. 

Daher fordert er eine neutrale, faire Aufarbeitung der Ereignisse, eine unparteiliche Betrachtung und Zurückhaltung bei politischen Äußerungen in Bezug auf ehrenamtliche Einsatzkräfte: "Wenn Sie sich zum politischen 'Versagen' äußern wollen, tun Sie dies doch bitte, ohne Feuerwehrkräfte mit hineinzuziehen", so Frank Hachemer.

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